CO2-Fußabdruck

Unser erster Themenabend

21.02.2024
Pünktlich um 19 Uhr startete unser erster Themenabend im Gemeinschaftshaus. Von mehreren Vorschlägen war aus einer kurzen Umfrage die Wahl auf Gerhards Angebot gefallen, über den CO2-Fußabdruck zu informieren. Gerhard, gelernter Haustechnikplaner, konnte als aktives Mitglied der Klimagruppe Springe (ursprünglich: Springer Klimakonferenz) auf praktische Erfahrungen zurückgreifen: Seit über 20 Jahren beobachtet die Gruppe nicht nur die globalen Klimaveränderungen und ihre ökologischen Auswirkungen, sondern analysiert auch den je persönlichen Lebensstil im Hinblick auf einen nachhhaltigen, verantwortungsbewussten Umgang mit den begrenzten natürlichen Ressourcen.

Ein wichtiges Instrument, um sein eigenes mehr oder weniger umweltverträgliches Verhalten einzuschätzen, stellen sog. „CO2-Rechner“ dar, die im Internet in verschiedenen Versionen abrufbar sind. Gerhard stellte uns exemplarisch den CO2-Rechner des BMUV (= Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: was für ein sperriger Titel!) vor. Eine Teilnehmerin ließ sich dankenswerter Weise darauf ein, ihre Haushalts-Verbrauchswerte einzugeben. Der Vergleich mit den bundesdeutschen Durchschnittswerten (10 Tonnen CO2 – Emissionen pro Person jährlich) sorgte bei den Teilnehmenden, die daran ihr eigenes Konsumverhalten und damit ihren persönlichen CO2-Fußabdruck überprüften, für manche Überraschung und zahlreiche „Aha“-Effekte.

Entsprechend lebhaft fiel die anschließende Diskussion aus. Für die meisten Teilnehmenden hatte der Vortrag neue Erkenntnisse vermittelt. Besonders positiv wurde vermerkt, dass nicht die „moralische Keule“ geschwungen, sondern das sensible Thema sachlich neutral behandelt wurde. Die spannende Frage, wie wir künftig – global wie im persönlichen Nahbereich –  klimaschonender leben könnten, wurde kontrovers, aber auch sehr innovativ diskutiert. Wäre eine bedarfsangepasste Güterproduktion gegenüber dem profitorienterten kapitalistischen Wirtschaftssystem eine realistische, klima- und umweltschonendere Alternative? Deutlich erkennbar wurden jedenfalls auch die wechselseitigen Abhängigkeiten, die zwischen angestrebter Klimaneutralität und den Fragen nach sozialer Gerechtigkeit und einer globalen Verteilungsgerechtigkeit bestehen.

Fazit: Unser erster Themenabend, Gerhard sei Dank dafür, hat vielfältige Anregungen zum Weiterdenken vermittelt. Und damit Lust gemacht auf den nächsten spannenden Themenabend…

(RG)

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